Der Künstler

Johann Theodor Eugen Walter (Johannes Walter-Kurau) wurde am 3. Februar 1869 in Mittau/Kurland dem heutigen Jelgava/Lettland geboren.

Nach seinem Abitur, das Walter-Kurau 1888 mit Erfolg abschloß, war er Schüler von Wiesner und lernte bei ihm die Grundlagen der Gestaltung. Parallel zum Schulbesuch war Walter-Kurau in die Werkstatt des bedeutenden Portraitisten Julius Johann Döring eingetreten.

Seit 1889 sudierte der junge Künstler  an der Kunstakademie von St. Petersburg wo er Schüler von Prof. Alexei Kiuschenko (1851-1895) und nach dessen Tode von Wladimir Makowski wurde. Er wurde Mitglied der St. Petersburger lettischen Kunststudentengemeinschaft "Rukis" (Zwerg) und war sogar ihr Vorsitzender von ca. 1894-1897. Neben Walter waren u.a. auch Vilhelm Purvitis und Janis Rozentals Mitglieder dieser Gruppe.

Im Frühling 1898 unternimmt Prof. Kuindschi eine Studienreise mit Walter und Rozentals nach Berlin, Dresden, Köln, München, Wien und natürlich Paris wo er u.a. Werke der Berliner Secessionisten und der fränzösischen Impressionisten kennenlernte.

Im selben Jahr richtete Walter in Mittau sein eignens Atelier ein wo er bis 1906 als Künstler sowie als Lehrer tätig war.

Im Sommer 1900 heiratete er die Pianistin Mette Feldmann.

Im Jahr 1901/1902 wurde sein Werk in einer Einzelausstellung im Rigaer Kunstsalon gezeigt. Im gleichen Jahr gelangte sein Werk "Badende Knaben" auf die 3. Kunstausstellung der Berliner Secession.

Nach der Trennung von seiner Frau siedelte Walter nach Dresden und nannte sich fortan Walter-Kurau. Er hatte schnell Kontakt zur Kunstszene aufgebaut, lernte den Künstler Paul von Schlippenbach kennen und wohnte zunächst auch bei ihm.

Er nahm fortan an zahlreichen Kunstausstellungen teil u.a. im Dresdener Kunstsalon Emil Richter 1906, Dresdener Künstler in Frankfurt 1907 sowei auf Ausstellungen in Düsseldorf, München, Karlsruhe, Leipzig, St. Petersburg, Moskau und Rom. Im Jahr 1913 gründete er die "Dresdener Künstlergruppe 1913" deren Ausstellungseröffnung am 1. Februar 1914 in der bekannten Galerie Ernst Arnold durch seine königliche Hoheit Prinz Johann Georg von Sachsen eröffnet wurde.

Er gründete eine Malschule und unternahm fortan auch Studienreisen mit seinen oft jungen Studentinnen und Studenten u.a. nach Mähren, Ahrenshoop, Kolberger Deep, Rügen und an die Côte d`Azur.

Während der Internationalen Kunstausstellung in Rom 1911 rühmte B. Meier in der Zeitschrift, "Die Kunst für Alle" besonders Walter-Kuraus Werk "Der fünfte Rang in der Dresdener Hofoper". Während seiner Dresdener Zeit lernte der Künstler zahlreiche Künstler und Musiker kennen u.a. seine zweite Ehefrau die Violinvirtuosin Gertrud Matthals.

1917 siedelte er dann in die Hauptstadt Berlin um und eröffnete ein Atelier in Berlin Charlottenburg. Er stellte weiterhin auf bedeutenden Kunstausstellungen aus u.a. regelmäßig auf den Ausstellungen der Berliner Secession aber auch auf Ausstellungen in Dresden, Riga, Düsseldorf und Essen.

Als Pädagoge erlebte er hier seine Höhepunkte. Zu seinen Schülern zählten so bedeutende wie Otto von Kursell, Walter Hess, Otto Manigk, Karen Schacht, Minna Köhler-Roeber, Hans Zank und Willi Gericke um nur einige zu nennen.

Walter-Kuraus Werke werden fortan von zahlreichen Sammlern und Kunstmäzenen im In- und Ausland gekauft.

Am 19.12.1932 stirbt Johann Walter-Kurau 63 jährig in seiner Wahlheimat.



"Waldlandschaft im Frühsommer", Öl auf Leinwand, um 1912, 63x74 cm, u.l.sign.: Walter-Kurau, rücks. bez.: 69/W-K, Privatbesitz
"Waldlandschaft im Frühsommer", Öl auf Leinwand, um 1912, 63x74 cm, u.l.sign.: Walter-Kurau, rücks. bez.: 69/W-K, Privatbesitz






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